Nirgendwo sonst zeigen sich die Folgen des Klimawandels deutlicher als in der Arktis.

Alle Tiere der Nordpolarregion sind von den klimatischen Veränderungen, Umweltschäden und anderen Eingriffen des Menschen betroffen. Etwa 40 arktische Tierarten gelten als bedroht! Neben der Erderwärmung und dem damit verbundenen Rückgang der großen Packeisschichten tragen vor allem die Schifffahrt und der Fischfang zur Bedrohung vieler Meerestiere bei. Der Lärm, der von Schiffen ausgeht, belastet die Tiere, und zusätzlich verlieren viele Schiffe Öl, das sich im Wasser verteilt. Das alles bewirkt, dass der ohnehin schon begrenzte Lebensraum der arktischen Tiere noch weiter schwindet.
Viele Fischarten sind durch übermäßigen Fischfang immer seltener geworden. Da Fische die Hauptnahrung von Robben und weiteren Meeressäugern ausmachen, wirkt sich das direkt auf andere Arten aus. Auch der Eisbär hat mit diesen Problemen zu kämpfen. Die größte Bedrohung ist aber die Klimaerwärmung, denn der Eisbär verbringt den Winter und den Frühling auf dem dicken Packeis und jagt dort seine Beute - vor allem Robben, manchmal aber auch kleinere Wale wie Narwale und Belugas. Wenn das Eis der Arktis schmilzt, schwindet auch der Lebensraum der Eisbären.
Schon jetzt ist der Sommer und das damit verbundene Tauwetter für Eisbären in südlicheren Gebieten schwierig: Sie müssen ihrer Beute hinterher nach Norden wandern und stranden manchmal in eisfreien Regionen, in denen sie schwer Nahrung finden. Zusätzlich machen dem Eisbär Verschmutzungen des Meeres und auch der zunehmende Tourismus zu schaffen. Seit dem Jahr 2006 steht der Eisbär auf der Liste der bedrohten Tierarten. Es gibt bereits relativ wenige Eisbären in freier Wildbahn und Naturschützer rechnen damit, dass der Bestand in den kommenden Jahren noch weiter schrumpfen wird.
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